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Von klein auf gute Zähne

Liebe Eltern, liebe Kinder,

wussten Sie, dass viele Zahnprobleme im Erwachsenenalter durch eine mangelhaften Pflege des Milchgebisses begründet sind?

Deshalb ist es sehr wichtig, schon die Milchzähne gründlich zu reinigen und gesund zu erhalten. Mit etwas Geduld und Liebe legen Sie zusammen mit Ihrem Kind durch regelmäßige Mundhygiene den Grundstein zu langfristiger Zahngesundheit.

Gleich richtig anfangen

Als Eltern sind Sie Vorbild und Bezugsperson für Ihre Kinder. Deshalb sind Sie und Ihr Verhalten entscheidend, denn gute Zahnpflege lernt Ihr Kind von Ihnen!

Warum ist die Pflege der Milchzähne so wichtig?

Milchzähne sind wichtig für das Zerkleinern der Nahrung und die richtige Lautbildung. Zudem sind sie Platzhalter für die später nachrückenden bleibenden Zähne. Je länger sie gesund bleiben, desto geringer ist das Risiko von Fehlstellungen bei den bleibenden Zähnen.

Wie kann man Milchzähne vor Karies schützen?

Milchzähne besitzen einen noch nicht vollständigen ausgereiften Zahnschmelz, der sehr anfällig für Karies ist. Deshalb sollten Sie als Eltern bereits mit dem Durchbruch des 1. Milchzahnes beginnen, die Zähne Ihres Kindes 2x täglich mit einer erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinder – Zahnpasta zu putzen (Bitte beachten Sie bei Einnahme von Fluorid-Tabletten eine Zahnpasta ohne Fluorid zu verwenden). Wichtig ist, dass Eltern bis zum 9. Jahr die Zähne des Kindes nachputzen.

Regelmäßige Zahnarztbesuche

Der erste Zahnarztbesuch sollte vor dem Durchbruch aller Milchzähne erfolgen. Danach sollte Ihr Kind alle sechs Monate zum Zahnarzt gehen. Geben Sie den regelmäßigen Zahnarztbesuchen eine fröhliche, familiäre Atmosphäre. Damit nehmen Sie Ihrem Kind die Angst vor dem Zahnarzt.

Tipps

  1. Viele Eltern geben Ihren Kindern Obstsäfte, z.B. Apfelsaft. Das ist für die gesunde Ernährung aber nicht nötig. Obstsäfte enthalten viel Fruchtzucker und Säure, selbst wenn „ohne Zuckerzusatz“ auf der Flasche steht. Säfte, auch Gemüsesäfte wie Karottensaft, sind deshalb schlecht für die Zähne. Besser sind ungesüßte Tees und Mineralwasser.
  2. Süßes nur zu Hauptmahlzeiten und danach Zähneputzen. Für unterwegs reicht klein geschnittenes Obst oder Gemüse.
  3. Kaufen Sie nur Nuckelflaschen aus Glas. So verhindern Sie, dass Sie eine vermeintlich ‚kindgerechte, unkaputtbare’ Plastikflasche quasi zur „Selbstbedienung“ mit ins Bett oder in den Kinderwagen geben.
  4. Sobald Ihr Kind allein sitzen kann, sollte Ihr Kind aus einer Tasse trinken.
  5. Bringen Sie Ihr Kind mit Liebe ins Bett, nicht mit der Nuckelflasche. Für das Lutschen und Saugen reicht ein medizinischer Nuckel – aber ohne Flasche dran! Wenn Ihr Kind nachts nicht durchschläft, versuchen Sie es zu beruhigen und nicht das Schreien mit der Nuckelflasche zu stoppen.
  6. Schauen Sie immer wieder einmal die Zähne Ihres Kindes genauer an. Schieben Sie die Oberlippe nach oben. Sind die Schneidezähne sauber oder ist Zahnbelag zu sehen?
  7. Führen Sie Zahnpflege als regelmäßige, tägliche Handlung ein. Dann wird sie zur guten Gewohnheit, die Ihrem Kind ein Leben lang erhalten bleibt.
  8. Ermuntern Sie Ihr Kind zum Zähneputzen mit einer Bürste mit seinem Lieblingsmotiv oder einer elektrischen Bürste mit Musiktimer.
  9. Ältere Kinder wollen meist selbst die Zähne putzen. Aber oft sind sie noch nicht so geschickt. Lassen Sie Ihr Kind daher Ihre Bewegungen beim Zähneputzen nachmachen und geben Sie vorsichtig Hilfestellung. Anschließend putzen Sie Ihrem Kind die Zähne gründlich nach.
  10. Sorgen Sie für eine ausgewogene, gesunde und zuckerfreie Ernährung Ihres Kindes.

Denken Sie daran: zerstörte Zähne bedeuten auch immer Schmerzen für Ihr Kind!

 

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